VIER ZIELE. EINE FRAGE. # FightCoffeeWaste Sustainable

Nachhaltig?

Ein Wort neben dem Markennamen reicht nicht. Hier erklären wir, warum wir an das Nachhaltigkeitspotenzial unserer Cascara-Idee glauben — und welche Fragen offenbleiben.

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SDG 8

Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Die ursprüngliche Idee war ein Markt für Cascara, der zur Wirtschaft in den Kaffeeanbaugebieten Äthiopiens beitragen könnte.

Warum wir darin Potenzial sehen

Wenn auch Schale und Fruchtfleisch einen Wert erhalten, kann daraus unserer Ansicht nach eine zusätzliche Einkommensquelle für Kaffeeproduzenten entstehen. Direkte Beziehungen sollen den Wert ihrer Arbeit über die Kaffeebohne hinaus anerkennen.

Was noch nachzuweisen ist

Ein neuer Markt garantiert noch keine menschenwürdige Arbeit. Vergütung, Arbeitsbedingungen, zusätzliche Kosten und der tatsächlich bei den Produzenten verbleibende Wert müssen geprüft werden.

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SDG 12

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster

Im ursprünglichen Projekt stand die Nutzung von Cascara für weniger Lebensmittelverschwendung und eine kreislauforientierte Produktion.

Warum wir darin Potenzial sehen

Unsere Überlegung beginnt bei einer Ressource, die bereits zur Ernte gehört: mehr von der Frucht nutzen, statt nur die Bohne zu betrachten. Darin sehen wir eine konkrete Möglichkeit der Wertschöpfung.

Was noch nachzuweisen ist

Fruchtfleisch ist nicht automatisch Abfall; es kann andere Verwendungen haben. Diese Alternativen sowie Wasser, Energie, Trocknung, Transport und Verpackung müssen berücksichtigt werden. Rohstoffnutzung allein macht noch kein nachhaltiges Gesamtprodukt.

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SDG 13

Massnahmen zum Klimaschutz

Die ursprüngliche Website verband die Nutzung von Cascara mit weniger Umweltverschmutzung und einem Beitrag zum Klimaschutz.

Warum wir darin Potenzial sehen

Eine mögliche Lebensmittelverwendung für einen sonst ungenutzten Teil der Ernte ist für uns auch ein Anlass, Klimawirkungen zu hinterfragen. Unser Ziel ist, Verschwendung zu vermeiden, ohne die Umweltbelastung an eine andere Stelle zu verlagern.

Was noch nachzuweisen ist

Für das Projekt liegt keine Klimabilanz vor. Die Auswirkungen von Trocknung, Verarbeitung und Transport müssen mit der alternativen Verwendung von Cascara verglichen werden. Eine CO₂-Einsparung können wir heute nicht belegen.

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SDG 15

Leben an Land

Die ursprüngliche Idee verknüpfte einen besseren Umgang mit Cascara-Resten mit dem Schutz terrestrischer Ökosysteme.

Warum wir darin Potenzial sehen

Cascara zu nutzen ergibt für uns dann Sinn, wenn dies Teil eines achtsamen Umgangs mit ihrem Herkunftsgebiet ist. Wir wollen Reststoffnutzung, Bodengesundheit und lokale Zusammenhänge gemeinsam betrachten.

Was noch nachzuweisen ist

Die Nutzung von Fruchtfleisch belegt noch keinen Nutzen für die Biodiversität. Bisherige Verwendungen, mögliche Nährstoffrückführung in den Boden und Anbaupraktiken müssen geprüft werden. Diese Wirkungen wurden noch nicht gemessen.

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Ein Wort, das verkauft. Eine Frage, die bleibt.

Es scheint, als hätten heute alle — grosse wie kleine Unternehmen — “ sustainable ” neben ihren Markennamen gesetzt. Das ist eine Zuspitzung, keine Bestandsaufnahme: Das Wort ist zu einem leicht erkennbaren Werbeversprechen geworden.

Aus unserer Sicht wird es auch verwendet, weil es Vertrauen weckt und beim Verkaufen helfen kann. Definitionen und Kriterien für Nachhaltigkeit gibt es. Oft bleibt aber unklar, was eine Marke konkret meint, mit welchen Alternativen sie vergleicht und welche Belege sie hat.

Das gilt auch für uns. Wir haben erklärt, warum wir an diese Idee glauben und wo uns noch Daten fehlen. Die Frage bleibt offen: Sustainable?

DIANAE

Also, noch einmal: Nachhaltig?

Findest du unsere Idee nachhaltig?